Rückblick 2017

19. November 2016 bis 26. Februar 2017
Peter Gaymann. Typisch Badisch
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Der Cartoonist Peter Gaymann ist auch im Markgräfler Museum Müllheim längst kein Unbekannter mehr. Er ist in Freiburg geboren und hat mehrere Jahrzehnte in Baden gelebt. Lange genug, um zu hören, von was die Badenerinnen und Badener reden – und zu bemerken, über was sie mehr schweigen als reden. Und: was sie niemals sagen würden.

Die Besonderheiten von Land und Leuten karikiert Gaymann mit spitzer Feder entlang der Themen Wetter, Wein, Genüsse, Liebesleben, Redensarten, Schwarzwald und Alternatives Freiburg. Letzteres, die „Green City Freiburg“, erlebte er schon als Kind hinterm Haus mit Hühnerstall, Hasen und einem Schwein, als es diesen Titel des Stadtmarketings noch nicht gab.

Er lebte einige Jahre in Rom und wohnt und arbeitet jetzt in Köln, aber seinen badischen Hühnern in den Landesfarben goldgelb (das Gefieder) und rot (der Kamm) blieb er in seinen vielen tierischen Cartoons immer treu. Auch in der in Kooperation mit Baaske Cartoons entwickelten Ausstellung im Markgräfler Museum wird man feststellen: Da lachen ja die Hühner!

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit BAASKE CARTOONS

Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 19. November um
19.00 Uhr statt.

24. November 2016 bis 26. Februar 2017
Robert Kirchner. Der Garten. Kunstpreisträger 2016 der Stiftung Sparkasse Markgräflerland zur Förderung von Kunst und Kultur
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Große Gemälde und Drucke, aber auch Kaltnadelradierungen in kleinem Format zeigt Robert Kirchner, der Träger des Kunstförderpreises der Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Markgräflerland, in seiner Ausstellung „Der Garten“. Die Bilder zeigen Zweige eines Baumes oder das Geäder im Inneren eines Blattes, und sorgfältig komponiert der Künstler diese Bilder, an deren Anfang oft eine Fotografie steht.

Robert Kirchner wurde 1982 in Südafrika geboren und studierte am „Artist Proof Studio“ in Johannesburg, bevor er 2007 nach Basel kam. Dort studierte er an der Hochschule für Gestaltung und Kunst. Seit 2014 arbeitet er in einem Atelier im Kesselhaus Weil am Rhein. In Müllheimzeigt er nach Ausstellungen in Johannesburg, Basel und Zürich seine erste Einzelausstellung in Deutschland.

23. Oktober 2016 bis 26. März 2017
Stein-Zeiten. Vom Faustkeil bis zum Mühlstein
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Stein-Zeiten: man denkt da an Ur- und Frühgeschichte, an den Neandertaler – dass aber der Werkstoff „Stein“ seit diesen frühen Perioden bis heute eine entscheidende Rolle in unserem Leben spielt, ist nicht so geläufig.

Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen vom hunderttausend Jahre alten Faustkeil über Mühlsteine, ohne die es noch vor hundert Jahren kein Brot gegeben hätte, bis zu den aktuellen Solarpaneelen mit ihren Siliciumzellen. Was ist nicht alles aus Stein hergestellt oder ohne die Verwendung von Stein nicht gebrauchsfähig: Pfeilspitzen, Streitäxte, Kanonenkugeln und Gussformen für Bleikugeln, Stempelsiegel, Grenz- , Klang- und Wetzsteine, Steindruckplatten, Rosenkränze, die Gangwerke von Uhren, und nicht zuletzt die Pyramiden oder die Venus von Milo.

Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit dem Arbeitskreis Archäologie im Markgräfler Museumsverein, und natürlich ist ein Schwerpunkt der Fundschau der prähistorischen Steinzeit gewidmet: Ein kleiner Film, extra für die Ausstellung konzipiert, zeigt die experimentelle Herstellung einer 25.000 Jahre alten Waffenspitze, wie sie erst kürzlich in Feldberg gefunden wurde.

Zur Finissage der Ausstellung: Vorführung steinzeitlicher Steinschlagtechniken mit Marek Thomanek, Steinzeitwerkstatt.

Bild: Font-Robert Spitze, Replik von Bernard Ginelli (Foto Albrecht)