Wechselaustellungen 2017

Sofern kein Veranstaltungsort angegeben ist, findet die Veranstaltung im Blankenhorn-Palais statt.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 14:00-18:00 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung


12. März bis 21. Mai 2017
Der verlorene Handschuh. Fotografische Impressionen von Karl Braun
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Ein auf den ersten Blick ganz unspektakulärer Gegenstand rückt in das Zentrum einer Stillebenserie, die das Markgräfler Museum in einer Foyerausstellung zeigt: der Handschuh. Handschuhe in den verschiedensten Formen, Materialien, Farben und Erhaltungszuständen sind zu sehen – intime Wegbegleiter, die in der Gosse gelandet sind. Inmitten von herbstlichem Laub, Steinen, Pfützen oder Schnee erinnern sie in ihrer Schlichtheit dennoch an große Themen wie Verlust, Vergessen und Abschied.

Karl Braun, in Otspreußen geboren und seit 1952 in Bad Säckingen zu Hause, hat seit 1990 zahlreiche Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz gezeigt und Bücher über Bad Säckingen und das Wehratal veröffentlicht.

Karl Braun - Der verlorene Handschuh
1. Juni bis 3. September 2017
Emil Bizer und Adolf Strübe
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Zwischen Bewahrung und Aufbruch gestalteten sich künstlerisch die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in Südbaden. Künstler der klassischen Moderne, die in den 1920er Jahren die Gruppe der Badischen Secession gegründet hatten und nach deren Verbot im Nationalsozialismus mehr und mehr ins Abseits gedrängt wurden, konnten nach Kriegsende 1945 endlich wieder arbeiten und ihre Werke öffentlich ausstellen.

Emil Bizer (1881-1957), seit 1912 in Badenweiler ansässig und in den Jahren 1946-1949 Vorsitzender der neu gegründeten Badischen Secession, und Adolf Strübe (1881-1973) aus dem Wiesental, in Berlin 1934-37 Vorsitzender der dortigen Secession, lehrten in der Nachkriegszeit als Professoren an der Kunstakademie Freiburg. Sie zählen zu den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts im deutschen Südwesten.

Adolf Strübe - Blauen
11. Juni bis 3. September 2017
Reformation vor 500 Jahren - Lutherjahr 2017
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Anlässlich des Lutherjahres 2017, in dem sich der Thesenanschlag Martin Luthers zu Wittenberg zum 500. Mal jährt, zeigt das Markgräfler Museum in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Müllheim Exponate zur Geschichte der Reformation.

Die Jahrhundertwende um 1500 war eine Zeit, in der die traditionelle Kirche in der Kritik stand und Reformbewegungen entstanden, die zurück zum sogenannten „ursprünglichen Christentum“ führen wollten. An die Gründung einer neuen, eigenen Kirche war zunächst nicht gedacht. Mehrere Jahrzehnte nach dem Thesenanschlag, 1556, wurde das Markgräflerland protestantisch. Die Geschichte der Reformation und der Lutherverehrung wird in der Foyerausstellung thematisiert.

Reformation vor 500 Jahren - Lutherjahr 2017
12. September bis 12. November 2017
1817 - Ernte nach dem Hungerjahr
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Erntedank vor 200 Jahren wurde auch im deutschen Südwesten auf ganz besondere Weise gefeiert: war es doch eine Ernte nach einem extremen Hungerjahr. Das Jahr 1816 gilt wegen seiner großen Kälte in Nordamerika und im Westen und Süden Europas als das „Jahr ohne Sommer“. Heute weiß man, dass der Ausbruch des Vulkans Tambora im April 1815 in Indonesien die Klimaveränderung verursacht hat. Sie hatte katastrophale Folgen: Missernten, Preisexplosionen, Überschwemmungen, Hungersnöte und Auswanderung.

Die erfreulich gute Fruchternte 1817 wurde daher nicht nur in Müllheim und im Markgräflerland, sondern im gesamten Südwesten Deutschlands dankbar begrüßt und auf zahlreichen Bildern, in Berichten und auf Medaillen für die Nachwelt festgehalten.

1817 - Ernte nach dem Hungerjahr
24. September 2017 bis 26. Februar 2018
Der andere Rhein. Willem den Ouden
Ort: Blankenhorn-Palais
 

Der Rhein ist ein europäischer Strom. Den europäischen Nationen ist er auf ganz unterschiedliche, trennende und verbindende Art gegenwärtig. Er ist Bestandteil des europäischen kulturellen Gedächtnisses.

Mit der Kunstausstellung „Der andere Rhein“ beginnt das Markgräfler Museum einen mehrteiligen Ausstellungszyklus, in dem der Rhein im Mittelpunkt steht. Der 1928 geborene niederländische Maler, Zeichner und Grafiker Willem den Ouden ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen Museen vertreten. Lange lehrte er an der Rijksakademie Amsterdam und ließ sich im Rheindelta, an der Waal, nieder. Der Fluss in der Ferne vor bewölktem Himmel, oft auch im Sonnenlicht, wurde sein Hauptmotiv. Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit dem Arbeitskreis Kunst Müllheim (AKKU).

Willem den Ouden - Der andere Rhein