Wechselaustellungen 2019/2020

Sofern kein Veranstaltungsort angegeben ist, findet die Veranstaltung im Blankenhorn-Palais statt.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 14:00-18:00 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung


19. Mai bis 6. Oktober 2019
Vom Wert der Sammlung
 

Der Kern der Museen sind Ihre Sammlungen. Und die Sammeltätigkeit steht meist vor der eigentlichen Museumsgründung. So war es auch in Müllheim: seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert gab es Pläne für ein Museum in der Wein- und Mühlenstadt, und seit den 1950er Jahren wurde konsequent mit der Sammlung historischer Gegenstände begonnen.

Als dann 1974 das Museum vom Museumsverein und der Stadt aus der Taufe gehoben wurde, konnte es vor allem auf weinbau- und heimatgeschichtliche Sammlungsstücke zurückgreifen. Seit den 1990er Jahren hat sich das Museum auch mit Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst am südlichen Oberrhein einen Namen gemacht.

Gerade in den letzten Jahren ist die Sammlung durch großzügige Schenkungen, Leihgaben und in seltenen Fällen auch durch Erwerbungen deutlich gewachsen. Hochkarätige Kunstwerke und wertvolle Geschichtszeugnisse untermauern den Anspruch des Markgräfler Museums im Blankenhorn-Palais, neben der Geschichte der Stadt Müllheim mit ihren Ortsteilen auch Kunst, Kultur und Geschichte des Markgräflerlandes zu zeigen. Das Haus hat sich zum wichtigsten Regionalmuseum zwischen Freiburg, Mulhouse und der Agglomeration Basel/Lörrach entwickelt. Wie und was gesammelt wird, dazu ermöglicht die Ausstellung Einblicke vor und hinter die Kulissen.

3. November 2019 bis 29. März 2020
Karlheinz Scherer. Hommage zum 90. Geburtstag
 

Karlheinz Scherer (1929-2008) gehört zu den wichtigen Malern, Zeichnern und Grafikern des deutschen Südwestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Freiburg, unter anderem als Meisterschüler von Adolf Strübe, zählte er mit Horst Antes, Jürgen Brodwolf, Peter Dreher und Dieter Krieg zur Gruppe junger süddeutscher Maler, die als Vertreter der „Neuen Figuration“ in den 1960er Jahren gegen abstrakte Tendenzen an der Figur und am Gegenstand festhielten.

Scherer malte „Krawatten für die Berge, Hosenträger, Speckseiten, aber auch Postergirls, Bentley und Rolls Royce. Das Resultat war eine eigenwillige regionale Interpretation des Neuen Realismus in Form von „ironisch-trashigen Heimat-Pop-Idyllen“. Lokale und persönliche Motive mischten sich mit medialen Inszenierungen von Realität“. Kritisch, immer auch mit einer Portion Spottlust, hinterfragte er die Rolle von Kunst und Künstlern.

Zweimal wurde Scherer im Markgräfler Museum in vielbeachteten Doppelausstellungen gezeigt: 1995 mit Jürgen Brodwolf, 2010 mit Bernd Völkle. Anlässlich des 90. Geburtstags, den er in diesem Jahr gefeiert hätte, ist ihm eine Einzelausstellung gewidmet.