Wechselaustellungen 2019/2020

Sofern kein Veranstaltungsort angegeben ist, findet die Veranstaltung im Blankenhorn-Palais statt.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 14:00-18:00 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung,
zwischen den Jahren: wie gewohnt täglich außer montags, am 24./25. und 31.12.2019 geschlossen


3. November 2019 bis 29. März 2020
Karlheinz Scherer. Hommage zum 90. Geburtstag
 

Karlheinz Scherer (1929-2008) gehört zu den wichtigen Malern, Zeichnern und Grafikern des deutschen Südwestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Freiburg, unter anderem als Meisterschüler von Adolf Strübe, zählte er mit Horst Antes, Jürgen Brodwolf, Peter Dreher und Dieter Krieg zur Gruppe junger süddeutscher Maler, die als Vertreter der „Neuen Figuration“ in den 1960er Jahren gegen abstrakte Tendenzen an der Figur und am Gegenstand festhielten.

Scherer malte „Krawatten für die Berge, Hosenträger, Speckseiten, aber auch Postergirls, Bentley und Rolls Royce. Das Resultat war eine eigenwillige regionale Interpretation des Neuen Realismus in Form von „ironisch-trashigen Heimat-Pop-Idyllen“. Lokale und persönliche Motive mischten sich mit medialen Inszenierungen von Realität“. Kritisch, immer auch mit einer Portion Spottlust, hinterfragte er die Rolle von Kunst und Künstlern.

Zweimal wurde Scherer im Markgräfler Museum in vielbeachteten Doppelausstellungen gezeigt: 1995 mit Jürgen Brodwolf, 2010 mit Bernd Völkle. Anlässlich des 90. Geburtstags, den er in diesem Jahr gefeiert hätte, ist ihm eine Einzelausstellung gewidmet.

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 3. November, 15.00 Uhr in der Martinskirche in Müllheim, anschließend Markgräfler Museum.

17. Januar bis 19. April 2020
100 Jahre Paul Ibenthaler
 

Kooperationsprojekt mit dem Markgräfler Museum Müllheim, dem Ibenthaler Haus und dem Dreiländermuseum Lörrach

Paul Ibenthaler (1920-2001) gehört zu den bedeutenden südbadischen Malern des 20. Jahrhunderts. Auch als Bildhauer und Autor war er aktiv. Den 100. Geburtstag des am 18. Juni 1920 in Lörrach geborenen Künstlers nehmen das Ibenthalerhaus, das Dreiländermuseum und das Markgräfler Museum zum Anlass für eine umfassende Retrospektive mit drei zeitgleichen Ausstellungen. Gezeigt werden Werke aus allen Schaffensperioden des Ausnahmekünstlers, der in seinem Oeuvre existentielle Aspekte des Menschseins verhandelt.

Paul Ibenthaler
17. Mai bis 4. Oktober 2020
Münzen aus zwei Jahrtausenden.
 

Wie man mit dem Geld umging am Oberrhein. Foyerausstellung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Archäologie im Foyer des Markgräfler Museums

18. Oktober 2020 bis 28. März 2021
Die Nachkriegsjahre 1945-1952 in Müllheim
 

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte

Die traumatischen Erfahrungen einer menschenverachtenden Diktatur und eines ungeheuren Weltkriegs lagen hinter den Menschen, als 1945 die „Nachkriegszeit“ begann. In den ersten, wirtschaftlich besonders schweren Jahren gehörten die Linderung von Hunger und Not zu den vordringlichsten Aufgaben, mit denen sich der erste, noch von der französischen Militärregierung bestellte Gemeinderat zu befassen hatte.

Ein demokratisches politisches System war aufzubauen, das Schul- und Bildungswesen neu zu gestalten. Doch noch bis weit in die 1950er Jahre hinein herrschte große Wohnungsknappheit, denn die Stadt wuchs durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und hatte – gemessen an der Einwohnerzahl – so viele französische Besatzungssoldaten zu beherbergen wie kaum eine andere Stadt im deutschen Südwesten.

Erst mit der Währungsreform 1948 und der Einführung der Deutschen Mark (DM) besserte sich die gesamtwirtschaftliche Lage allmählich. In Müllheim und in der Region machte sich eine Aufbruchstimmung bemerkbar – als Vorbote der „Wirtschaftswunderzeit“. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte im Markgräfler Museumsverein entsteht, beleuchtet die spannenden Jahre bis zur Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952.