Markgräfler Museum

Wertvolle Schenkung an das Markgräfler Museum

Andreas Weiß, Karin Blankenhorn-Hartig und Alexander Willi vor dem Porträt des Markgrafen Karl Friedrich von Baden © Volker Münch
Andreas Weiß, Karin Blankenhorn-Hartig und Alexander Willi vor dem Porträt des Markgrafen Karl Friedrich von Baden © Volker Münch

Ein wertvolles Porträt des Markgrafen Karl Friedrich von Baden ergänzt als Schenkung die Sammlung des Markgräfler Museums. Das aus dem Jahr 1786 stammende Ölgemälde übereignete Karin Blankenhorn-Hartig aus Schliengen.

Karl Friedrich von Baden war wohl der bekannteste Vertreter dieses Adelsgeschlechtes, der während seiner sehr langen Regierungszeit viele Zeichen setzte. Er galt als ein aufgeklärter Herrscher. Museumsleiter Andreas Weiß verwies etwa das Dekret des Markgafen zur Personenfreizügigkeit. Seine zweite Ehefrau, Luise Karoline Geyer von Geyersberg, galt als sehr gebildet. Aus dieser Ehe gingen laut Weiß die bekannten Nachfahren des Hauses Baden hervor, die ebenfalls als Markgrafen und später als Großherzog Geschichte in Baden schrieben.

Das Porträt, das 1786 den Markgrafen zeigt, stamme aus dem Todesjahr von Friedrich des Großen, mit dem Karl Friedrich eng verbunden gewesen war, erzählt Karin Blankenhorn-Hartig bei der Übergabe im Markgräfler Museum. Das sei wohl aucvh der Grund, warum der Markgraf auf diesem Bild die höchste preußische Auszeichnung, den schwarzen Adler-Orden an der Brust mit einer Trauerschleife trägt, vermutet sie und zitierte dabei aus einem Schreiben von Herbert Blankenhorn, der Vater der Schenkenden und damals Botschafter und Diplomat. Das Ölgemälde hing immer Haus ihres Vaters in Badenweiler, bis sie es nach seinem Tod im Jahr 1982 erhielt. „Ich hatte immer Angst darum, dass dieses wertvolle Bild beschädigt werden könnte“, erzählt sie. Jetzt sei es an der Zeit gewesen, dieses Gemälde dem Museum zu übereignen.

„Für das Museum und die Stadt sei dies ein besonderer Tag“, betonte Beigeordneter Alexander Willi bei der Übergabe. Die Familie Blankenhorn sei dem Markgräfler Museum schon immer sehr verbunden gewesen und habe das Haus unterstützt. Begeistert zeigte sich Museumlseiter Andreas Weiß. In seinem Büro hängt bereits ein Porträt des Markgrafen, allerdings von einem anderen Maler und in einer bescheideneren Darstellung. Er konnte bereits gemeinsam mit seinem Vorgänger im Ant des Museumsleiters, Jan Merk, das Porträt im Haus von Karin Blankenhorn-Hartig besichtigen und freue sich über diese Schenkung. Das Bild sei einer außergewöhnlich guten Qualität, wie er feststellen konnte. Das Gemälde soll nun zu verschiedenen Anlässen und Themen in der Ausstellung des Museums präsentiert werden, kündigte Andreas Weiß an.