30. August 2019 bis 29. März 2020
Die Nachkriegsjahre 1945-1952 in der Region
 

Die traumatischen Erfahrungen einer menschenverachtenden Diktatur und eines ungeheuren Weltkriegs lagen hinter den Menschen, als 1945 die „Nachkriegszeit“ begann. In den ersten, wirtschaftlich besonders schweren Jahren gehörten die Linderung von Hunger und Not zu den vordringlichsten Aufgaben, mit denen sich der erste, noch von der französischen Militärregierung bestellte Gemeinderat zu befassen hatte.

Ein demokratisches politisches System war aufzubauen, das Schul- und Bildungswesen neu zu gestalten. Doch noch bis weit in die 1950er Jahre hinein herrschte große Wohnungsknappheit, denn die Stadt wuchs durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und hatte – gemessen an der Einwohnerzahl – so viele französische Besatzungssoldaten zu beherbergen wie kaum eine andere Stadt im deutschen Südwesten.

Erst mit der Währungsreform 1948 und der Einführung der Deutschen Mark (DM) besserte sich die gesamtwirtschaftliche Lage allmählich. In Müllheim und in der Region machte sich eine Aufbruchstimmung bemerkbar – als Vorbote der „Wirtschaftswunderzeit“. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte im Markgräfler Museumsverein entsteht, beleuchtet die spannenden Jahre bis zur Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952.