3. November 2019 bis 29. März 2020
Karlheinz Scherer. Hommage zum 90. Geburtstag
 

Karlheinz Scherer (1929-2008) gehört zu den wichtigen Malern, Zeichnern und Grafikern des deutschen Südwestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Freiburg, unter anderem als Meisterschüler von Adolf Strübe, zählte er mit Horst Antes, Jürgen Brodwolf, Peter Dreher und Dieter Krieg zur Gruppe junger süddeutscher Maler, die als Vertreter der „Neuen Figuration“ in den 1960er Jahren gegen abstrakte Tendenzen an der Figur und am Gegenstand festhielten.

Scherer malte „Krawatten für die Berge, Hosenträger, Speckseiten, aber auch Postergirls, Bentley und Rolls Royce. Das Resultat war eine eigenwillige regionale Interpretation des Neuen Realismus in Form von „ironisch-trashigen Heimat-Pop-Idyllen“. Lokale und persönliche Motive mischten sich mit medialen Inszenierungen von Realität“. Kritisch, immer auch mit einer Portion Spottlust, hinterfragte er die Rolle von Kunst und Künstlern.

Zweimal wurde Scherer im Markgräfler Museum in vielbeachteten Doppelausstellungen gezeigt: 1995 mit Jürgen Brodwolf, 2010 mit Bernd Völkle. Anlässlich des 90. Geburtstags, den er in diesem Jahr gefeiert hätte, ist ihm eine Einzelausstellung gewidmet.